Ohrenqualle
Aurelia aurita
Familie: Ulmaridae | Gattung: Aurelia
Salzwasser | Fleischfresser | Tagaktiv | Weltweit verbreitet | Bis zu 50 cm | Bis zu 2 Jahre
Die Ohrenqualle, auch Mondqualle genannt, gehört zu den häufigsten und bekanntesten Quallenarten der Welt. Sie gehört zum Stamm der Nesseltiere (Cnidaria), zur Klasse der Schirmquallen (Scyphozoa) und zur Ordnung der Fahnenquallen (Semaeostomeae).
Aurelia aurita zeichnet sich durch ihren transparenten, schirmförmigen Körper aus, der einen Durchmesser von bis zu 50 Zentimetern erreichen kann. Am Rand des Schirms befinden sich kurze Tentakel sowie acht gleichmäßig angeordnete Sinnesorgane, sogenannte Rhopalien.
Besonders auffällig sind die vier hufeisenförmigen Geschlechtsorgane, die durch den Schirm deutlich sichtbar sind. Sie erscheinen häufig in rosa- oder rötlichen Farbtönen und sind ein charakteristisches Merkmal, an dem sich die Ohrenqualle leicht erkennen lässt.
Verbreitung
Die Art ist weltweit verbreitet. Sie kommt in allen Ozeanen vor, mit Ausnahme der extrem kalten Polarregionen.
Lebensraum
Diese Quallenart lebt in der pelagischen Zone, also im freien Wasser fernab des Meeresbodens. Sie ist sowohl im offenen Ozean als auch in Küstennähe anzutreffen und hält sich häufig in oberflächennahen Wasserschichten auf.
Besonders wohl fühlt sich die Ohrenqualle in Lebensräumen mit folgenden Eigenschaften:
- Gemäßigten bis warmen Wassertemperaturen
- Einem reichen Angebot an Plankton
- Meeresströmungen, die ihre Fortbewegung unterstützen
Lebensweise und Verhalten
Die Ohrenqualle bewegt sich durch rhythmische Kontraktionen ihres Schirms fort, die gleichmäßige pulsierende Bewegungen erzeugen. Sie ist jedoch keine besonders starke Schwimmerin und lässt sich häufig von Meeresströmungen treiben.
Je nach Umweltbedingungen kann sie einzeln auftreten oder große Gruppen bilden, die als Quallenschwärme bezeichnet werden. Wenn plötzlich massenhaft Quallen an einem Ort auftreten, spricht man von einer Quallenblüte.
Sozialverhalten:
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Lebt häufig als Einzelgänger.
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Bildet bei günstigen Umweltbedingungen große Gruppen.
Aktivität:
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Hält sich überwiegend in oberen Wasserschichten auf.
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Treibt mit den Meeresströmungen und dem Plankton.
Fortpflanzung:
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Pflanzt sich sowohl geschlechtlich (als Meduse) als auch ungeschlechtlich (als Polyp) fort.
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Die Larven, sogenannte Planulae, setzen sich auf festem Untergrund fest und entwickeln sich zu Polypen.
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Durch Strobilation entstehen aus den Polypen junge Quallen, sogenannte Ephyren, aus denen später erwachsene Quallen werden.
Rolle im Ökosystem:
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Wichtiger Bestandteil der marinen Nahrungskette.
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Ihre Bestände können zunehmen, wenn natürliche Fressfeinde seltener werden oder mildere Winter und wärmere Sommer günstige Bedingungen schaffen.
Ernährung
Im natürlichen Lebensraum
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Zooplankton.
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Kleine Krebstiere, Rippenquallen und Kieselalgen.
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Fängt ihre Beute mit ihren Nesselzellen oder mithilfe einer Schleimschicht auf ihrem Schirm.
Unter menschlicher Betreuung
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Gezüchtetes Plankton.
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Kleine Meeresorganismen, hauptsächlich Naupilen.
Schutzstatus
Die Ohrenqualle (Aurelia aurita) wurde bislang nicht in der Roten Liste der International Union for Conservation of Nature (IUCN) eingestuft.
Hauptbedrohungen:
Trotz der fehlenden Bewertung der IUCN ist bekannt, dass Meeresverschmutzung ihre Bestände beeinflussen und das ökologische Gleichgewicht stören kann.