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Höhlensalmler

Astyanax jordani

Familie: Characidae | Gattung: Astyanax

Höhlensalmler (Astyanax jordani)

Höhlensalmler

Astyanax jordani

Familie: Characidae | Gattung: Astyanax

Süsswasser | Fleischfresser | Cenoten und Höhlensysteme | Nordamerika (Mexiko) | Bis zu 12 cm | Bis zu 4 Jahre

Der Höhlensalmler (Astyanax jordani) zählt zu den aussergewöhnlichsten Bewohnern der unterirdischen Höhlensysteme Mexikos. Er gehört zu einer eng verwandten Gruppe von Populationen, die als Mexikanischer Salmler (Astyanax mexicanus-Komplex) bekannt ist, hat jedoch einzigartige Anpassungen an ein Leben in völliger Dunkelheit entwickelt. Mit einer Körperlänge von bis zu 12 cm ist dieser kleine Süsswasserfisch vollständig blind und besitzt einen durchscheinenden, rosafarbenen Körper.

Seine Vorfahren wurden vor Millionen von Jahren in den Höhlensystemen im Nordosten Mexikos von der Außenwelt isoliert. Im Verlauf der Evolution gaben sie ihre funktionsfähigen Augen auf, ihre Pigmentierung verschwand fast vollständig und sie entwickelten hochgradig leistungsfähige Sinnesorgane, die ihnen eine Orientierung ohne Licht ermöglichten. Ihre Haut ist mit spezialisierten Rezeptoren ausgestattet, welche selbst feinste Wasserbewegungen wahrnehmen und ihnen so die Navigation über Berührung und Vibrationen ermöglichen.

Eine weitere beachtenswerte Anpassung betrifft ihr Ernährungsverhalten. Höhlensalmler haben kaum ein Sättigungsgefühl und fressen ununterbrochen, sobald Nahrung vorhanden ist. In ihrem Lebensraum, der arm an Nährstoffen ist und in dem Fledermausguano oft die Hauptnahrungsquelle darstellt, erhöht diese Strategie ihre Überlebenschancen erheblich.


Geografische verbreitung

Der Höhlensalmler kommt in Nordamerika vor, genauer gesagt im Nordosten Mexikos, wo er ausschliesslich unterirdische Höhlensysteme bewohnt.


Tetra Ciego vista de cerca
Tetra Ciego en Poema del Mar
Varios Tetra Ciegos

Icono de Anfibios Lebensraum


Icono de Anfibios Lebensweise und verhalten


Icono de Anfibios Ernährung

Im natürlichein lebensraum

  • Ernähren sich von kleinen Wirbellosen wie Krebstieren, Insekten und Würmern.
  • Nehmen auch organisches Material in Zersetzung auf.
  • Fledermausguano stellt eine der wichtigsten Nährstoffquellen in Höhlenökosystemen dar.

Unter menschlicher obhut

  • Zweimal täglich Fütterung von Montag bis Samstag; sonntags wird ein Fastentag eingelegt, um die Verdauungsgesundheit zu unterstützen.
  • Die Nahrung besteht aus speziell abgestimmtem Granulat- und Flockenfutter, das den Ernährungsbedürfnissen der Art entspricht.
  • Trotz ihres natürlichen, kontinuierlichen Fressverhaltens wird auf eine Überfütterung geachtet.

Icono de Anfibios Schutzstatus

Red List IUCN Höhlensalmler

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